Neugestaltung der Fußgängerzone Weender Straße, Göttingen

Ein eleganter Laufsteg

Konzept

Die Weender Straße, wichtigste innerstädtische Achse Göttingens, präsentiert sich mit zurückhaltender Eleganz und Zeitlosigkeit.

Auf den zweiten Blick entfaltet sich ihr Raffinement in der Wirkung der Oberflächen und der ästhetisch und funktional überzeugend durchgestalteten Details. Dem Betrachter vermittelt sich der Gesamteindruck eines homogenen, großzügig von Hauskante zu Hauskante gespannten Teppichs aus großformatigen Natursteinplatten in unterschiedlich hellen Beigebraun- und Rotbrauntönen. Die Farbigkeit der historischen Gebäude scheint sich in dem leichten Changieren des Teppichs zu spiegeln. Je nach Tages- und Nachtzeit und je nach Witterung und Lichtverhältnissen zeigt sich die Straße in vielfältigsten Stimmungsbildern.

Mit breiten, bodenbündigen Rinnen und Borden wird dezent ein Bezug zur historischen „Dreierzonierung“ der ursprünglichen Aufteilung eines Straßenraumes in Trottoire und Fahrbereich hergestellt und dabei gleichzeitig eine hohe Flexibilität in den Nutzungsmöglichkeiten erreicht.

Die Einbindung des Alten Rathauses in den öffentlichen Bereich bildet den räumlichen Höhepunkt: Ein vorgelagerter Pflasterteppich in der Größe des Grundrisses des Alten Rathause gliedert den Platzbereich und hebt zugleich seine großzügige Wirkung beeindruckend hervor.

Auftraggeber

Stadt Göttingen

Projektzeitraum

2009 - 2014

Größe

13.500 m²

Art

Stadtraum & Platz

Land

Deutschland

Wettbewerb

1. Preis „Neugestaltung der Fußgängerzone Weender Straße“, 2008

Realisation

WES LandschaftsArchitektur

Partner

Hans-Hermann Krafft, Berlin
Ingenieure RINNE & PARTNER, Göttingen

Fotos

Alexander Paul Brandes (2,3,6,8)
Helge Mundt (1,4,5,7)

Bilder zum Projekt